Gehörst du zu den Menschen, die beim Arbeiten mit Musik keine Konzentration haben? Geht mir auch so – jedenfalls bei vielen Aufgaben. Ich habe lange nach Musik gesucht, die mir bei bestimmten Arbeiten angenehm im Hintergrund bleibt. Die folgende Sammlung ist meine persönliche Auswahl aus meiner damaligen Suche, kein Versprechen, dass sie bei allen die Konzentration steigert. Vielleicht findest du darin Anregungen, die du selbst ausprobieren kannst.
Konzentration – keine leichte Sache
Sich zu konzentrieren – gar nicht einfach. Unzählige Kleinigkeiten bitten Minute für Minute um unsere Aufmerksamkeit. Entweder ist es:
- eine aufploppende E-Mail am Rechner
- ein Pling am Smartphone
- ein Klingeling am Telefon
- ein Klopfen an der Tür
- ein Hallo im Raum
Die Variationen der Ablenkungen sind gigantisch. Dieses Gefühl kennst du sicher auch, oder? Unzählige Dinge verlangen deine Aufmerksamkeit und manchmal wünschst du dir einfach nur ein bisschen Ruhe.
Mir geht es genauso. Wenn ich konzentriert arbeiten möchte, brauche ich manchmal Stille. Bei anderen Aufgaben tut mir Musik gut – das hängt für mich auch davon ab, was ich gerade mache.
Was Musik bei mir bewirkt
Bei mir kann Musik manchmal die Stimmung verändern. Wenn ich niedergeschlagen, müde oder schlecht gelaunt bin, kann ein passendes Stück guttun. Das ist meine persönliche Erfahrung – Musik wirkt nicht bei allen gleich und hilft auch nicht automatisch beim Konzentrieren.
Manche Menschen können problemlos Helene Fischer hören und gleichzeitig deutschsprachige Texte schreiben. Bei sprachlastigen Tätigkeiten wie Lesen, Schreiben oder Denken können Liedtexte andere dagegen ablenken – besonders, wenn man die Sprache gut versteht und dem Text unwillkürlich folgt. Auch englische Musik ist dann nicht unbedingt eine Lösung. Ob Musik passt, hängt von dir und der Aufgabe ab; Stille kann genauso sinnvoll sein.
Der nächste Ansatz: Symphonie-Orchester. Es gibt auch hier wieder viele Menschen, die das großartig finden. Zum Kochen oder Putzen käme ich damit auch zurecht, aber nicht beim Arbeiten. Falls das bei dir genauso ist, dann haben wir in etwa das gleiche Problem.
Meine musikalische Auswahl
Ich habe Jahr für Jahr nach neuen Songs gesucht, gestöbert und mich inspirieren lassen. Dabei habe ich Musik gesammelt, die ich mir beim Arbeiten gut vorstellen konnte. Das ist meine persönliche Auswahl; sie ist kein allgemeingültiger Tipp für jede Tätigkeit.
Mein Anspruch an die Musik:
- Sie soll mir ein gutes Gefühl geben.
- Sie soll mich nicht ablenken.
- Damals sollte sie möglichst kostenlos verfügbar sein.
- Sie soll mir helfen, mich zu konzentrieren.
Für mich kommen dabei zwei unterschiedliche Dinge zusammen:
- Mit Kopfhörern schirme ich manche Umgebungsgeräusche ab und werde weniger gestört.
- Eine passende Musik kann sich für mich angenehm anfühlen und bei bestimmten Aufgaben im Hintergrund laufen.
Das heißt nicht automatisch, dass ich dadurch effektiver arbeite. Musik kann auch ablenken – je nach Person, Aufgabe und Stück.
Wo du Musik finden kannst
Ob du Musik über einen Streamingdienst, ein Online-Radio oder deine eigene Musikbibliothek hörst, ist Geschmackssache. Die folgenden Beispiele stammen aus meiner damaligen Suche und beziehen sich zum Teil auf Spotify und iTunes. Dienste und Bezeichnungen haben sich seither verändert; du kannst nach den genannten Titeln oder nach ähnlicher Musik in deinem bevorzugten Angebot suchen.
Beispiele aus meiner damaligen Spotify-Auswahl
Beim Arbeiten habe ich früher auch einzelne Songs gehört, die ich sehr mochte. Das war für mich oft keine gute Idee: Ich habe mitgesummt, mitgesungen und bin mit den Gedanken abgeschweift. Vielleicht geht es dir ähnlich; vielleicht lenken dich vertraute Songs gar nicht ab.
In meiner damaligen Auswahl waren unter anderem diese Playlist-Titel dabei. Die Titel, Inhalte und Verfügbarkeit von Playlists können sich ändern. Die genannten Listen sind hier nicht direkt verlinkt; such bei Interesse nach dem Namen oder nach ähnlicher Musik in deinem Musikdienst.
- Klassik zur Meditation: In meiner damaligen Spotify-Auswahl war eine Playlist dieses Namens von Warner Classics Germany dabei. Ich mochte die ruhige, klassische Richtung. Ob dir diese Musik beim Arbeiten gefällt, musst du selbst ausprobieren.
- Video Game Music 1 + 2: Game-Soundtracks gehören zu meiner Leidenschaft. In den damaligen Listen fanden sich Klassiker aus Zelda, Final Fantasy, GTA, WoW, Elder Scrolls, Assassin’s Creed, Diablo und Portal. Manche Stücke sind orchestral, andere deutlich wiedererkennbar. Wenn du mit den Spielen vertraut bist, können die Erinnerungen daran natürlich auch ablenken – hör einfach rein und schau, wie es dir damit geht.
- Soundtracks wie Oblivion oder City of Bones: Wenn du atmosphärische Instrumentalmusik magst, können Filmmusiken eine Richtung zum Ausprobieren sein. Das ist Geschmackssache und kein Konzentrationsrezept.
Manchmal höre ich auch einzelne Stücke, wenn ich mir für eine bestimmte Stimmung einen kleinen musikalischen Schubs wünsche.
- Du suchst ein wenig Motivation? Mir gefällt dafür der Main Title von Game of Thrones – vielleicht ist das auch etwas für dich.
- Du brauchst etwas Kraft? My Dear Frodo vom Hobbit-Soundtrack gibt mir manchmal genau den kleinen Schubs, den ich brauche.
- Du hattest einen verdammt harten Tag? Mir hilft Dexter. Ja, ehrlich – der Dexter. Das ist irgendwie amüsant und vielleicht auch ein bisschen makaber, aber ich muss nach dem Dexter Main Title schmunzeln – ganz egal, wie ich mich vorher gefühlt habe. Dexter löst das Problem (mit Klarsichtfolie).
Weitere Klänge aus meiner damaligen Musiksammlung
Auch diese Beispiele stammen aus meiner damaligen Auswahl. Suche sie bei Interesse über den Namen oder entdecke ähnliche Musik. Ob eine Playlist noch verfügbar ist und ob sie dir beim Arbeiten gefällt, kann ich nicht versprechen.
- Tiefenentspannung Deluxe Edition: Die Klänge aus dieser damaligen Musiksammlung gingen in eine ruhige, atmosphärische Richtung. Wenn du solche Musik magst, kannst du nach dem Titel suchen oder etwas Ähnliches ausprobieren. Ob sie dich bei deiner Aufgabe unterstützt, findest du am besten selbst heraus.
- Intro to Kitaro: Diese Klänge sind etwas fröhlicher, aber immer noch sanft und stimmungsvoll. Mir gefällt diese Richtung beim Texten oder Nachdenken. Vielleicht fühlst du dich dabei auch wie ein meditierender Panda im Wald. Moment, das war World of Warcraft. Na gut.
Wenn du magst, probiere eine Musikrichtung während einer kurzen Arbeitsphase aus. Nimm dafür am besten eine Aufgabe, bei der du gut vergleichen kannst, und achte darauf, ob du dich mit Musik wohler, abgelenkter oder ähnlich konzentriert fühlst. Wiederhole das bei Bedarf auch einmal in Stille. Es gibt keinen festen Zeitraum, den du durchhalten musst – entscheidend ist, was dir und der jeweiligen Aufgabe guttut.
Mir hat diese Auswahl damals geholfen, die Arbeit angenehmer zu gestalten und nicht ständig nach neuen Songs suchen zu müssen. Das ist meine Erfahrung; vielleicht passt etwas davon auch für dich.
Welche Songs, Alben und Playlists gehören zu deinem Alltag? Ich freue mich auf einen Kommentar von dir!
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