Jeder, der tagsüber einer Arbeit nachgeht, hat in der Regel sein persönliches Ritual, den Tag gemütlich und in aller Ruhe ausklingen zu lassen. Eine Runde joggen, lecker kochen, ein Film-Abend mit einem guten Glas Rotwein oder einfach eine Runde Fernsehen mit Chips und Kuscheldecke.
Was dir beim Abschalten helfen kann
Natürlich ist auch für einen Unternehmer irgendwann einmal der Tag vorbei und der Feierabend gekommen. Erholung am Abend ist wichtig – nicht als Pflicht, um am nächsten Tag mehr zu leisten, sondern weil du nach der Arbeit Zeit für dich und dein Leben brauchst. Was dir guttut, kann ganz unterschiedlich aussehen.
1. Arbeit vs. Freizeit
Als selbstständiger Unternehmer ist es nicht immer einfach, zwischen Arbeit und Freizeit zu unterscheiden – erst recht nicht mit dem eigenen Büro im Haus oder der Wohnung. Die Versuchung ist groß, quasi nie aus dem Arbeitsmodus zu kommen, sondern ständig erreichbar, ständig aktiv und ständig „denkend“ zu sein. Eine kleine Erleichterung, die den Wechsel von Arbeit auf Freizeit verbessern kann, ist die Kleiderwahl. Um endgültig auf den Modus „Freizeit“ bzw. „Feierabend“ zu wechseln, macht es Sinn, sich nach der Arbeit komplett in ein Freizeit-Outfit zu werfen, welches bequem und leger sein sollte und auch sein darf. Das kann dir helfen, den Wechsel in den Feierabend bewusster zu markieren – wenn es für dich passt.
2. Gespräche mit der Familie
Wenn du zu den Unternehmern gehörst, die möglicherweise schon Familie und Kind haben, kann ein Gespräch mit deinen lieben Menschen ein schöner Teil des Feierabends sein. Das ist eine Möglichkeit, aber kein Muss und nicht für jeden die passende Form der Erholung. Du hast genug kommuniziert heute, denkst du dir? Das mag sein, doch die Unterhaltung und möglicherweise fröhliche, interessante oder einfach nur beruhigende Gespräche mit der Familie sind nicht mit dem Arbeitsalltag eines Unternehmers zu vergleichen, selbst wenn dieser täglich viel kommuniziert oder telefoniert.
Auf diese Weise hast du die Möglichkeit, den Arbeitstag hinter dir zu lassen, abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen. Gönne deinem Kopf eine Auszeit. Du musst die Pause nicht rechtfertigen – sie darf einfach guttun. Wenn Arbeit dauerhaft in die Freizeit hineinreicht und dich belastet, ist das kein persönliches Versagen. Es kann ein Hinweis sein, Arbeitslast, Grenzen oder Unterstützung zu prüfen. Wenn sich die Gedanken nur schwer abschalten lassen, musst du das nicht mit mehr Selbstdisziplin bekämpfen.
3. Sport als Freizeit-Einstieg
Um den Feierabend gebührend einzuläuten, ist es eine gute Möglichkeit, direkt nach dem Ende der Arbeit eine Runde Sport zu treiben. Das kann der (vielleicht eher unliebsame) Besuch auf dem heimischen Crosstrainer sein oder eine Runde Jogging an der frischen Luft.
Wichtig ist, dass du während dieser Zeit versuchst, deinen Kopf freizubekommen, nicht an das Thema Arbeit denkst und unterstützend dafür eventuell ein wenig Musik hörst, die dich entspannt. Vielleicht hilft dir Bewegung beim Abschalten. Vielleicht ist an diesem Abend etwas anderes passender.
4. Heiß duschen
Wer nicht so gerne joggen geht oder einfach nicht so viel mit Sport anfangen kann, für den könnte auch eine Dusche oder ein Bad angenehm sein. Ob es dir guttut, hängt von dir ab; es ist ein Vorschlag, kein Muss.
5. Lecker kochen
Wer erst spät isst und möglicherweise abends noch kochen muss oder möchte, kann dies mit der Beziehungspflege und Kommunikation mit der Familie verbinden. Was spricht dagegen, das Kochen dafür zu nutzen, ein bisschen mit dem oder der Partner/in zu quatschen oder das Kind miteinzubeziehen, während man sein eigenes oder das Familien-Abendbrot zubereitet. Auch hierbei lässt sich vielleicht der Kopf freibekommen, um anschließend den Abend ausklingen zu lassen. Nach einem langen Tag darf es aber auch eine einfachere Lösung sein – Erholung muss nicht zur nächsten Aufgabe werden.
Wichtig an der Kommunikation mit den Personen, die du liebst, ist außerdem der Rückhalt. Gerade als selbstständiger Unternehmer ist es nicht immer einfach, diesen Rückhalt zu bekommen. Auch das Verständnis spielt dabei eine große Rolle. Wenn du möchtest, rede mit deinem Partner, erzähle von den Höhen und Tiefen deines Alltags, von deinen Sorgen, Ängsten und Freuden. Vielleicht hilft es dir, dich gehört zu fühlen und Gedanken zu sortieren. Das nimmt aber nicht automatisch alle Sorgen – und nicht jede Person hat dafür dieselben Möglichkeiten.
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