Alle Tipps rund um das Zeitmanagement können nur funktionieren, wenn du weißt, WARUM du das überhaupt tust. Kennst du dein persönliches Ziel? Hast du genau vor Augen, warum den ganzen Scheiß überhaupt machst? Ich sage dir, ohne dein Warum geht es nicht.

Brauche ich Ziele im Leben?

Ich weiß noch, dass ich früher immer dachte, ich bräuchte keine Ziele im Leben. Das Leben spielt sich hier und jetzt ab, wofür also an die Zukunft denken? Ich wollte genau jetzt das tun, worauf ich Lust hatte. Es gibt auch immer noch viele Menschen, die der Ansicht sind, dass man im Leben keine Ziele braucht. Ich bin anderer Ansicht, denn ohne ein genaues Ziel wüsste ich gar nicht, warum ich bestimmte Dinge, wie ich sie tue.

  • Arbeiten wir denn alle, weil wir Spaß haben? Ja, ich habe Spaß an meiner Arbeit, aber es ist auch stressig. Es ist auch nervenaufreibend und manchmal könnte man durchdrehen. Also brauche ich auch ein Ziel. Lieben wir es, einkaufen zu gehen? Nein, wahrscheinlich haben wir einfach das Ziel, Lebensmittel und anderes Notwendiges zu kaufen.
  • Mein Sohn ist 11 Jahre. Er hat auch ein Ziel, denn er möchte Musik studieren, da er sein Klavier so sehr liebt. Das ist offenbar sein Ziel, obwohl er noch gar nicht den Weg dahin kennt. Er hat aber verknüpft, dass sein Ziel nur zu erreichen ist, wenn er bestimmte Dinge tut, die vorher vielleicht nicht immer Spaß machen.
Was ich damit sagen möchte: Selbst im Alltag geht es ohne Ziele meistens nicht. 

Aber der Weg ist doch das Ziel

Jetzt kommt die andere Seite. Menschen, die die Meinung vertreten, dass nicht das Ziel das Ziel ist, sondern eigentlich ist der Weg das Ziel. Das Sprichwort klingt auf jeden Fall schön, ich mag es – ich finde nur, dass es Quatsch ist.

Schau dir mal dein Leben an.

  • Du brauchst Lebensmittel und musst dafür einkaufen gehen. Wenn aber doch der Weg das Ziel ist, dann ist es ja gar nicht so wichtig, dass du zum Einkaufen kommst, du könntest es auch in einer Woche machen. Blöderweise hast du dann nichts mehr zum Essen.
  • Blicken wir auf meinen Sohn. Wenn er denkt, der Weg ist das Ziel, dann genießt er seine Schulzeit, schreibt wahrscheinlich lauter doofe Noten und flucht über die Schule. Musik wird er dann vermutlich nicht studieren. Vielleicht nicht, weil die Noten nicht reichen, sondern eher, weil er eventuell nicht gelernt hat, dass man sich auch auf dem Weg durchaus anstrengen muss, weil eben das Ziel auch entscheidend.
Meine Meinung: Der Weg UND das Ziel sind entscheidend

Klar, der Weg soll Spaß machen, du musst leben, Freude haben, dich nicht vergessen. ABER das große Ziel ist ebenso wichtig. Wer die ganze Zeit nur auf dem Weg verbringt, wird gar nicht wissen, wohin er will oder müsste. Wer aber nur auf das Ziel starrt, genießt den Weg nicht.

Die Mischung aus beidem ist das, was glücklich und erfolgreich macht.

Kenne dein Ziel, dann kannst du entscheiden

Kennst du das Sprichwort von Konfuzius?

Wer das Ziel kennt, kann entscheiden.

Wer entscheidet, findet Ruhe.

Wer Ruhe findet, ist sicher.

Wer sicher ist, kann überlegen.

Wer überlegt, kann verbessern.

Ich liebe gute Zitate und pflücke sie gerne auseinander.

  • Kannst du entscheiden, wenn du dein Ziel nicht kennst? Stell dir vor, du stehst vor einer Weggabelung und hast die Auswahl zwischen links, rechts und geradeaus. Wo gehst du hin, wenn du nicht weißt, wohin du eigentlich willst? Tja, irgendwo hin, aber die Chance steht bei 33,33 Prozent, dass es der richtige Weg ist. Stell dir jetzt noch vor, dass es im Leben tausende Möglichkeiten gibt. ICH möchte nicht mit dieser geringen Prozentchance mein Leben bestreiten und hoffen, dass es der richtige Weg war, ich möchte lieber wissen, wohin ich gehe, weil ich weiß, dass ich dort hin möchte.
  • Bist du ruhiger, wenn du entschieden hast? Klar, ich auf jeden Fall. Wer unsicher ist und nicht weiß, wie er sich entscheiden soll (weil er beispielsweise unzählige Möglichkeiten hat), wird nicht vorwärts kommen. Auch hier gilt wieder: Mit einem Ziel vor Augen weißt du, welcher der richtige Weg ist. Das bringt Ruhe.
  • Ruhe bedeutet Sicherheit, stimmt das? Kann ich definitiv unterschreiben, denn auf dem richtigen Weg zu sein und dadurch ein gutes, ruhiges Gefühl zu haben, vermittelt auch Sicherheit. Wenn ich weiß, das ist mein Ziel, das sind meine Möglichkeiten, ich nehme diesen Weg und das wird schon … dann bin ich so ruhig und gelassen, weil ich weiß, dass es richtig sein wird.
  • Kannst du überlegen, wenn du unsicher bist? Auch hier wieder der Gedanke, dass wir quasi nur klar bei Verstand sind und ruhig überlegen können, wenn wir auch Ruhe empfinden. Versuche mal Entscheidungen zu treffen, wenn du gerade unruhig bist oder total unsicher. Ich könnte das nicht, also muss erst Ruhe her.
  • Nur mit Überlegung kannst du verbessern, oder nicht? Wie entstehen Verbesserungen? Richtig, durch vorherige Überlegungen. Um also Dinge besser zu gestalten, erfolgreicher zu werden, Sachen erfolgreich anzugehen, müssen wir vorher überlegen, wie wir es tun. Diese Überlegung gelingt uns definitiv einfacher, wenn wir Ruhe haben. Ruhe haben wir durch Sicherheit und Sicherheit durch einen Weg. Den Weg haben wir durch das Ziel.
Merkst du, worauf ich hinaus möchte?

Konfuzius hat zwar seine Aussage recht philosophisch gestaltet, aber recht hat er meiner Meinung nach trotzdem.

Kenne dein finales Ziel, dann kennst du den Weg. Wenn du den Weg kennst, bringt das Ruhe. Diese Ruhe sorgt für Sicherheit und Sicherheit ist notwendig, um zu überlegen. Aus Überlegungen werden Verbesserungen für dein Ziel. Ein Kreislauf! 

Übrigens, ein kleiner Funfact. Konfuzius war es auch, der gesagt hat, dass der Weg das Ziel ist.

Das diskutieren wir dann nächstes Mal. 😉