Nutzt du eigentlich eine App für Erinnerungen? Also ich könnte nicht ohne (und sollte ich auch nicht). So gut organisiert und erfolgreich ich auch bin – ohne passende Hilfsmittel würde es mir wohl nicht gelingen. Das ist aber auch keine Schande, denn ich behaupte niemals, unfehlbar zu sein. Aus diesem Grund nutze ich gerne passende Apps und Hilfsmittel, die mir helfen, mich an Dinge zu erinnern.

Warum eine Erinnerungs App?

Die Antwort auf die Frage ist eigentlich logisch. Ich möchte mich an Dinge erinnern lassen. Es gibt zu diese Thema super spannende Studien, Bücher und wissenschaftliche Ergebnisse. Ich bin immer wieder fasziniert, wie vielschichtig Menschen sind. Die einen haben kein Problem damit, sich in jeder Ortschaft zurechtzufinden, die sie nur 1x gesehen haben. Wieder andere merken sich ihre 20 ToDos auswendig.

Und es gibt mich …

Ich bin so der Schusselkopf. Wenn ich mich nicht selbst so sehr disziplinieren würde, dann würde ich vermutlich morgens meinen Kopf im Bad vergessen. Sagt zumindest mein Mann, der über mein vergessliches Köpfchen nur schmunzelt. Auf der einen Seite erinnere mich daran, dass Arnika entzündungshemmend ist, weil es vor 3 Wochen in einem meiner Artikel geschrieben und recherchiert hatte. Auf der anderen Seite vergesse ich dann im Laufe der Woche, welchen Wochentag wir haben oder wo ich meinen Haargummi hingelegt habe.

Das soll nur verdeutlichen, was ich für ein Mensch bin. Ich bin auf der einen Seite super wissbegierig und interessiere mich für alle möglichen Fakten und Daten. Und dann vergesse ich doch die alltäglichsten Dinge und schussel rum, obwohl ich mich so bemüht habe, daran zu denken.

Das ist es, was ich meine. Falls ihr auch so seid, dass ihr gerne Dinge vergesst, die – zumindest theoretisch – nicht unwichtig waren, dann lasst euch einfach helfen.

Es ist keine Schande, sich erinnern zu lassen

Ich für meinen Teil stehe einfach dazu. Ja, ich bin ein vergesslicher Schusselkopf. Ist mir egal, ich habe trotzdem viel auf dem Kasten und wenn es drauf ankommt, kann ich leisten – auch privat. Wenn es aber nicht drauf ankommt, dann schaltet mein Gehirn auch gerne mal auf Sparflamme und ich renne ein paar Extrawege, weil ich irgendwas Simples vergesse.

Das ist okay. Ich muss kein lebender Kalender sein, um gut zu funktionieren. Wir leben in einer digitalen Welt, in der ich mir helfen lassen kann. Und so sieht das dann praktisch aus.

Meine eigenen Apps und Hilfestellungen

  • Kalender-App: Ein Großteil meiner langfristigen Planung spielt sich in der Kalender-App von Mac ab. Ich plane dort Urlaube, Termine, aber auch Ereignisse. Gerade kürzlich hatte ich 7-jähriges Jubiläum mit meiner besten Freundin (die auch meine Mitarbeiterin ist) und habe mir das praktischerweise notiert. Ich kann mir so was nicht merken, muss ich aber auch nicht. Im Kalender steht außerdem, wann ich z.B. etwas erledigen muss, was noch etwas Zeit hat. Mein Sohn geht bald auf das Internat. Dafür ist es an einem Tag noch nötig, einen Fragebogen auszufüllen. An einem anderen Tag kommt die Erinnerung, dass wir Tasche packen müssen. Am Abfahrtstag kommt 2 Stunden vor der Abfahrt die Erinnerung, dass es losgeht und so weiter und so fort. Ich habe den Kalender übrigens nach verschiedenen Farben und Kalendern sortiert. Wir haben einen Familien-Kalender für uns alle 3 (Mann, Kind und ich), einen M+M-Kalender (Maria+Michael, also nur wir zwei für Dinge, die unser Sohn nicht unbedingt wissen oder sehen sollte) und einen Diginauten-Kalender für Firmen-Kalender-Erinnerungen.
  • Erinnerungen-App: Die nächste App, die mir zur Seite steht, ist die Mac-App Erinnerungen. Ich erinnere mich dabei teilweise an kurzfristige Sachen, aber auch für Checklisten nutze ich es super gerne. Wir haben unzählige Listen. Die „ToDo-Arbeit“-Liste wurde abgelöst durch Podio und meine KLARHEIT. Dazu berichte in einem anderen Blogbeitrag ausführlicher. Dann gibt es aber beispielsweise die allgemeine Erinnerungen-Liste. Über Siri lässt sich sagen „Erinnere mich am X um X daran: X mitnehmen“. Total beliebig und immer gemünzt auf bestimmte Tage und Uhrzeiten. Das eignet sich sehr gut, um ganz kurzfristig etwas nicht zu vergessen. Mein Gehirn ist da echt fies. Ich bin unterwegs, mir kommt ein Gedanke und ich denke mir, das merkst du dir, das machst du dann später. Irgendwas bestellen oder recherchieren oder jemandem irgendwas schreiben. Tja, Pustekuchen. Der Kopf sieht das definitiv anders und du weißt später nichts mehr davon. Daher am besten sofort eine Erinnerung mit dem Handy machen, entweder per Sprachsteuerung oder getippt. Die Erinnerungen-App ist auch sehr nützlich für unsere Urlaubsplanung. Steht ein neuer Urlaub an, enthake ich in der Regel alles aus den alten Urlauben und muss daher gar nicht mehr nachdenken, was wir alles brauchen – es ist im Grunde genommen immer das Gleiche, sodass mir die App hilft, wieder an alles zu denken.
  • Bring-App als Einkaufszettel: Eine weitere App, die ich im Alltag nutze, ist Bring. Wir nutzen die App schon ein paar Jahre. Es gibt natürlich unzählige Einkaufs-Apps, aber diese hier funktioniert auch mit Alexa. Das heißt, ich kann Alexa sagen, sie soll Zahnpaste auf die Einkaufsliste setzen, wenn ich gerade beide Hände voll habe, weil ich mich nach der Badewanne abtrockne. In unserem Haus steht in fast jedem Raum eine Alexa, sodass das problemlos möglich ist. Alexa, öffne Bring und füge X dazu. Schon steht es auf dem Zettel und ich kann es nicht vergessen. Wenn ich mir nur währenddessen denke, ich schreib es gleich auf … tja, ihr könnt euch vorstellen, wer es dann gleich definitiv nicht mehr aufschreibt. 😉
  • KLARHEIT: Eine weitere Option, um mich an Dinge zu erinnern, ist meine KLARHEIT. Ich nutze den Kalender mittlerweile im 3. Jahr und im November kommt die 4. Klarheit zu mir nach Hause. Ich hätte früher nie gedacht, dass ich so lange dran bleibe, kann es mir aber mittlerweile gar nicht mehr ohne vorstellen. Dadurch, dass ich so viel im Kopf habe beruflich, gehen viele Details schnell verloren. Wie habe ich mich heute gefühlt? Das weiß ich meistens noch. Aber wie war es gestern? Gut! Oder war das vorgestern? Ich hab keine Ahnung. Ich vertausche vor lauter Stress manchmal Wochentage und weiß dann nicht mehr, was wann gewesen ist. Haben wir heute Dienstag oder Mittwoch? War das Montag, wo ich so schlecht geschlafen hab? Und wann war ich zuletzt schnupfig oder wann war das noch mal, wo wir diesen tollen Ausflug am See hatten? Das und mehr landet alles in meiner KLARHEIT. Es ist witzig irgendwie, denn ich hätte das früher nicht erwartet. Ohne das Buch habe ich aber das Gefühl, dass ich meine Erinnerung nur bruchstückhaft festhalten kann. Das ist aber schade. Ich möchte alles wissen und mich an alles erinnern, auch an die Kleinigkeiten, die im Alltag gerne untergehen. Aus diesem Grund notiere ich in der KLARHEIT alles, was mich bewegt. Wie ging es mir, wie hab ich geschlafen, was hab ich an dem Tag geplant und was hab ich gemacht und geleistet? Was waren Wochen-Highlights und ich drucke mir mit meinem Pocket Mini Drucker jeweils ein Wochen-Bild aus, was die schönste Situation der Woche für mich darstellt. So blättere ich seit 3 Jahren in meinen KLARHEITEN und liebe es, mir die alten Eindrücke (farbig bemalt natürlich) anzusehen. Für die eigene Seelenhygiene gibt es für mich nichts Schöneres.

Weitere gute Hilfestellungen für Android

Ich möchte euch natürlich nicht nur erzählen, wie ich mit iOS zurechtkomme, sondern auch, was ihr sonst noch so für Möglichkeiten habt, wenn ihr Android-Nutzer seid. Je nachdem, auf welcher Webseite man stöbert, bekommt ihr natürlich andere Vorschläge. Das hier ist keine Ausnahme, denn die Möglichkeiten sind schier unendlcih. Auch ich zeige euch lediglich, welche Apps ich nutze und welche bei anderen Leuten zusätzlich noch beliebt sind. Was es für euch schlussendlich wird, bleibt euch überlassen. Wichtig ist, dass die Erinnerungs-Apps zu euch passen und genau dieses Bedürfnis erfüllen, was euch beschäftigt.

  • für Minimalismus-Fans Just Reminder
  • für Business-Fans den Business Kalender oder Business Kalender 2
  • für die Tabletten-Erinnerungen MyTherapy oder Lady Pill Reminder
  • für eine flexible ToDo-Liste BZ Erinnerung oder Any.do
  • die schlichte App Tägliche Aktivitäten Liste mit Erinnerung
  • und viele mehr sind empfehlenswert.

Erzählt mir gerne, welche Android-Apps (oder vielleicht auch iOS-Alternativen) ihr nutzt, um euch selbst an Dinge und Termine zu erinnern. Ich bin gespannt!