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Selbstmanagement

Erinnerungs App für Schusselköpfe (wie mich)

ML Maria Lengemann ·22. August 2020 ·8 Min Lesezeit
Erinnerungs App für Schusselköpfe (wie mich)

Nutzt du eigentlich eine App für Erinnerungen? Also ich könnte nicht ohne (und sollte ich auch nicht). So gut organisiert und erfolgreich ich auch bin – ohne passende Hilfsmittel würde es mir wohl nicht gelingen. Das ist aber auch keine Schande, denn ich behaupte niemals, unfehlbar zu sein. Aus diesem Grund nutze ich gerne passende Apps und Hilfsmittel, die mir helfen, mich an Dinge zu erinnern.

Warum eine Erinnerungs-App?

Die Antwort auf die Frage ist eigentlich logisch. Ich möchte mich an Dinge erinnern lassen. Es gibt zu diesem Thema spannende Studien, Bücher und wissenschaftliche Ergebnisse. Ich bin immer wieder fasziniert, wie vielschichtig Menschen sind. Die einen haben kein Problem damit, sich in jeder Ortschaft zurechtzufinden, die sie nur einmal gesehen haben. Wieder andere merken sich ihre 20 ToDos auswendig.

Und es gibt mich …

Ich bin so ein Schusselkopf. Wenn ich mich nicht selbst so sehr disziplinieren würde, dann würde ich vermutlich morgens meinen Kopf im Bad vergessen. Sagt zumindest mein Mann, der über mein vergessliches Köpfchen nur schmunzelt.

Auf der einen Seite erinnere ich mich daran, dass Arnika entzündungshemmend ist, weil ich das vor drei Wochen in einem meiner Artikel gelesen und recherchiert habe. Auf der anderen Seite vergesse ich im Laufe der Woche, welchen Wochentag wir haben oder wo ich meinen Haargummi hingelegt habe.

Das soll nur verdeutlichen, was ich für ein Mensch bin. Ich bin auf der einen Seite super wissbegierig und interessiere mich für alle möglichen Fakten und Daten. Und dann vergesse ich doch die alltäglichsten Dinge und schussle herum, obwohl ich mich so bemüht habe, daran zu denken.

Das ist es, was ich meine. Falls ihr auch so seid, dass ihr gerne Dinge vergesst, die – zumindest theoretisch – nicht unwichtig waren, dann lasst euch einfach helfen.

Es ist keine Schande, sich erinnern zu lassen

Ich für meinen Teil stehe einfach dazu. Ja, ich bin ein vergesslicher Schusselkopf. Ist mir egal, ich habe trotzdem viel auf dem Kasten und wenn es darauf ankommt, kann ich leisten – auch privat.

Wenn es aber nicht darauf ankommt, dann schaltet mein Gehirn auch gerne mal auf Sparflamme und ich renne ein paar Extrameter, weil ich irgendetwas Simples vergesse.

Das ist okay. Ich muss kein lebender Kalender sein, um gut zu funktionieren. Wir leben in einer digitalen Welt, in der ich mir helfen lassen kann. Und so sieht das dann praktisch aus.

Meine eigenen Apps und Hilfestellungen

Kalender-App

Ein Großteil meiner langfristigen Planung spielt sich in der Kalender-App auf dem Mac ab. Ich plane dort Urlaube, Termine, aber auch Ereignisse.

Gerade kürzlich hatte ich mein siebenjähriges Jubiläum mit meiner besten Freundin (die auch meine Mitarbeiterin ist) und habe mir das praktischerweise notiert. Ich kann mir so etwas nicht merken, muss ich aber auch nicht.

Im Kalender steht außerdem, wann ich etwas erledigen muss, das noch etwas Zeit hat. Mein Sohn geht bald auf ein Internat. Dafür muss an einem Tag noch ein Fragebogen ausgefüllt werden. An einem anderen Tag kommt die Erinnerung, dass wir die Tasche packen müssen. Am Abfahrtstag kommt zwei Stunden vor der Abfahrt die Erinnerung, dass es losgeht, und so weiter.

Ich habe den Kalender übrigens nach verschiedenen Farben und Kalendern sortiert. Wir haben einen Familienkalender für uns drei (Mann, Kind und ich), einen M+M-Kalender (Maria und Michael, also nur für uns zwei für Dinge, die unser Sohn nicht unbedingt wissen oder sehen sollte) und einen Diginauten-Kalender für Firmenkalender-Erinnerungen.

Erinnerungen-App

Die nächste App, die mir zur Seite steht, ist die Mac-App „Erinnerungen“. Ich erinnere mich dabei teilweise an kurzfristige Dinge, aber auch für Checklisten nutze ich sie sehr gerne.

Wir haben unzählige Listen. Die „ToDo-Arbeit“-Liste wurde durch Podio und meine KLARHEIT abgelöst. Dazu berichte ich in einem anderen Blogbeitrag ausführlicher.

Dann gibt es aber beispielsweise die allgemeine Erinnerungen-Liste. Über Siri lässt sich sagen: „Erinnere mich am X um X daran: X mitnehmen.“ Das ist völlig beliebig und immer auf bestimmte Tage und Uhrzeiten gemünzt.

Das eignet sich sehr gut, um kurzfristig etwas nicht zu vergessen. Mein Gehirn ist da echt fies. Ich bin unterwegs, mir kommt ein Gedanke und ich denke mir: Das merkst du dir, das machst du später. Irgendetwas bestellen oder recherchieren oder jemandem etwas schreiben.

Tja, Pustekuchen. Der Kopf sieht das definitiv anders und du weißt später nichts mehr davon. Daher am besten sofort eine Erinnerung mit dem Handy machen, entweder per Sprachsteuerung oder getippt.

Die Erinnerungen-App ist auch sehr nützlich für unsere Urlaubsplanung. Steht ein neuer Urlaub an, hake ich in der Regel alles aus den alten Urlauben ab und muss daher gar nicht mehr darüber nachdenken, was wir alles brauchen. Es ist im Grunde genommen immer das Gleiche, sodass mir die App hilft, wieder an alles zu denken.

Bring-App als Einkaufszettel

Eine weitere App, die ich im Alltag nutze, ist Bring. Wir nutzen die App schon seit ein paar Jahren. Es gibt natürlich unzählige Einkaufs-Apps, aber diese hier funktioniert auch mit Alexa.

Das heißt, ich kann Alexa sagen, sie soll Zahnpasta auf die Einkaufsliste setzen, wenn ich gerade beide Hände voll habe, weil ich mich nach der Badewanne abtrockne. In unserem Haus steht in fast jedem Raum eine Alexa, sodass das problemlos möglich ist.

„Alexa, öffne Bring und füge X hinzu.“ Schon steht es auf dem Zettel und ich kann es nicht vergessen.

Wenn ich mir nur denke, ich schreibe es gleich auf … tja, ihr könnt euch vorstellen, wer es dann definitiv nicht mehr aufschreibt. 😉

KLARHEIT

Eine weitere Möglichkeit, mich an Dinge zu erinnern, ist meine KLARHEIT. Ich nutze den Kalender mittlerweile im dritten Jahr und im November kommt die vierte KLARHEIT zu mir nach Hause.

Ich hätte früher nie gedacht, dass ich so lange dabei bleibe, kann es mir aber mittlerweile gar nicht mehr ohne vorstellen. Dadurch, dass ich beruflich so viel im Kopf habe, gehen viele Details schnell verloren.

Wie habe ich mich heute gefühlt? Das weiß ich meistens noch. Aber wie war es gestern? Gut! Oder war das vorgestern? Ich habe keine Ahnung.

Ich vertausche vor lauter Stress manchmal Wochentage und weiß dann nicht mehr, was wann gewesen ist. Haben wir heute Dienstag oder Mittwoch? War es Montag, an dem ich so schlecht geschlafen habe? Und wann war ich zuletzt erkältet oder wann war das noch einmal, als wir diesen tollen Ausflug an den See hatten?

Das und mehr landet alles in meiner KLARHEIT. Es ist witzig, denn ich hätte das früher nicht erwartet. Ohne das Buch habe ich aber das Gefühl, dass ich meine Erinnerung nur bruchstückhaft festhalten kann. Das ist schade.

Ich möchte alles wissen und mich an alles erinnern, auch an die Kleinigkeiten, die im Alltag gerne untergehen. Aus diesem Grund notiere ich in der KLARHEIT alles, was mich bewegt.

Wie ging es mir? Wie habe ich geschlafen? Was hatte ich an dem Tag geplant und was habe ich gemacht und geleistet? Was waren die Wochen-Highlights?

Ich drucke mir mit meinem Pocket-Mini-Drucker jeweils ein Wochenbild aus, das die schönste Situation der Woche für mich darstellt.

So blättere ich seit drei Jahren in meinen KLARHEITEN und liebe es, mir die alten Eindrücke (natürlich farbig bemalt) anzusehen. Für die eigene Seelenhygiene gibt es für mich nichts Schöneres.

Weitere gute Hilfestellungen für Android

Ich möchte euch natürlich nicht nur erzählen, wie ich mit iOS zurechtkomme, sondern auch, welche Möglichkeiten ihr habt, wenn ihr Android-Nutzer seid.

Je nachdem, auf welcher Webseite man stöbert, bekommt ihr natürlich andere Vorschläge. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Auch ich zeige euch lediglich, welche Apps ich nutze und welche bei anderen Leuten zusätzlich beliebt sind.

Was es für euch schlussendlich wird, bleibt euch überlassen. Wichtig ist, dass die Erinnerungs-Apps zu euch passen und genau das Bedürfnis erfüllen, das euch beschäftigt.

  • Für Minimalismus-Fans: Just Reminder
  • Für Business-Fans: Business Kalender oder Business Kalender 2
  • Für Tabletten-Erinnerungen: MyTherapy oder Lady Pill Reminder
  • Für eine flexible ToDo-Liste: BZ Erinnerung oder Any.do
  • Die schlichte App „Tägliche Aktivitäten Liste mit Erinnerung“
  • Und viele weitere empfehlenswerte Apps

Erzählt mir gerne, welche Android-Apps (oder vielleicht auch iOS-Alternativen) ihr nutzt, um euch selbst an Dinge und Termine zu erinnern. Ich bin gespannt!

Maria Lengemann

Maria Lengemann

Maria Lengemann schreibt seit 2009 beruflich. Sie kommt aus Text, SEO und Marketing, arbeitet täglich mit KI und teilt hier, was im echten Arbeitsalltag hilft.

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