Wie ich mir freie Zeit fürs Networken und Bloggen freischaufle [Effizientes Zeitmanagement – Teil 3]

Freie Zeit freischaufeln

Im dritten und letzten Teil meiner Artikel-Reihe rund ums Thema „effizientes Zeitmanagement“ geht es um die Frage, wie ich mir freie Zeit fürs Networken und Bloggen freischaufle. In den letzten zwei Teilen der Artikel-Reihe habe ich dir von meinem optimierten Tagesablauf erzählt und dir erklärt, wie ich mit nicht planbaren Situationen umgehe.

Effizientes Zeitmanagement geht heute anders

Wie sich mein optimaler Tagesablauf gestaltet [Effizientes Zeitmanagement – Teil 1]

Wie ich mit nicht planbaren Situationen umgehe [Effizientes Zeitmanagement – Teil 2]

Freie Zeit freischaufeln

Ich glaube jeder von kennt das Gefühl und die Situation, in der wir anderen Menschen (oder uns selbst) sagen, dass wir erst ein bisschen Zeit freischaufeln müssen, ehe wir einen Termin wahrnehmen können, eine lange aufgeschobene Aufgabe erledigen können, ehe wir networken können oder ehe wir mal wieder Zeit haben, um an unserem Blog zu arbeiten. Die liebe Zeit ist in vielen Situationen nicht gerade unser bester Freund, das zeigt sich immer wieder.

Dennoch gibt es einige kleine Möglichkeiten, um wieder Herr der Zeit zu werden und sich nicht von der Zeit oder der fehlenden Zeit bestimmen zu lassen, sondern es stattdessen selbst in die Hand zu nehmen und daran zu arbeiten, Zeit freizuschaufeln.

Wer mich kennt, der würde mich als einen Mensch beschreiben, der „gefühlt“ immer etwas tut. Es gibt fast keine Situation, in der ich nichts tue. Mittagessen, schlafen und Dinge, die ich nicht aktiv beeinflussen kann, mal außen vor.

Habe ich allerdings freie Zeit, dann teile ich mir diese ganz bewusst ein. Ich erledige Dinge und zeitgleich im Kopf noch ein paar andere. Ich erledige etwas anderes und wenn ich schon mal dabei bin, auch noch etwas Weiteres.

Das klingt kompliziert, ist es aber nicht. Eigentlich ist es sogar sehr intuitiv, denn ich denke nicht darüber nach, was ich als nächstes tue, sondern lasse mich komplett von dem leiten, worauf ich Lust habe. Das ist deswegen so erfolgreich, da ich ganz automatisch auf Dinge Lust habe, die mich voranbringen.

Du musst wissen, was du willst

Wer freie Zeit hat, kann diese Zeit ganz nach seinem persönlichen Belieben einteilen und gestalten. Das ist schön, birgt aber auch Potenzial und Gefahren. Potenzial dafür, dass wir in dieser freien Zeit über uns hinaus wachsen, Dinge ausprobieren, Dinge lernen, uns weiterentwickeln und erfolgreicher werden. Freie Zeit birgt aber auch die Gefahr, genau das Gegenteil zu tun bzw. die genannten Dinge nicht zu tun.

Für mich bedeutet freie Zeit immer, eine Chance, Zeit mit dem zu verbringen, was ich liebe. Das sind viele Dinge:

  • meinen Mann
  • meinen Sohn
  • meine Arbeit

Ja, richtig – das sind die Dinge, die ich liebe, die mich glücklich machen, die mich erfüllen. Mein Mann und mein Sohn – meine Familie – sind der Ausgleich zur Arbeit, der Ausgleich zu allem, womit mein Kopf beschäftigt ist. Sie erfüllen mich mit Glück, Spaß und Stolz und ich liebe es, Zeit mit ihnen zu verbringen.

Da ich aber auch meine Arbeit liebe und alles, was damit zu tun hat, beschäftige ich mich in meiner freien Zeit auch sehr gerne damit. Manchmal erledige ich noch ToDo’s, die nicht fertig geworden sind (warum? weil es ein gutes Gefühl ist und mich glücklich macht), manchmal arbeite ich an eigenen Projekten (warum? weil es ein gutes Gefühl ist und mich glücklich macht) und manchmal lese ich alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, bilde mich weiter, networke und blogge (warum? weil es ein gutes Gefühl ist und mich glücklich macht).

Freie Zeit ist deine Zeit

Wie du siehst – auch Themen, die mit der Arbeit zu tun haben, können eine gute Sache für die freie Zeit sein. Wichtig dabei ist allerdings die Frage, ob es für dich ein gutes Gefühl auslöst, ob es dich glücklich macht, ob du dich gut dabei fühlst. Wenn ja, dann ist auch Arbeit etwas (in welcher Form auch immer), das gut für deine freie Zeit ist. Wenn nein, dann solltest du dringend etwas tun, was sich gut anfühlt.

Was ich damit ausdrücken möchte: Jeder sollte seine freie Zeit genau so gestalten, wie es sich am besten für ihn anfühlt. Für die einen bedeutet das, sich mit einem guten Buch auf die Couch zu legen, für die anderen ist es ein abwechslungsreicher und aufregender Tag mit der Familie im Zoo und für die nächsten ist es die Arbeit an eigenen beruflichen Projekten.

Die freie Zeit genießen

Zeit ist unser wertvollstes Gut. Aus diesem Grund gehe ich für mich persönlich sehr bewusst mit meiner freien Zeit um. Dabei geht es mir gar nicht darum, meine freie Zeit so effektiv wie möglich zu nutzen und möglichst viel zu schaffen. Es geht mir auch nicht darum, möglichst das zu tun, was in allen möglichen Ratgebern geschrieben steht und was für meine freie Zeit angeblich das Beste ist.

Für mich geht es darum, in meiner freien Zeit genau das zu machen, wonach mir der Sinn steht. Aus diesem Grund ist es meine freie Zeit. Auch du solltest deine freie Zeit genau so verbringen, wie du es für dich am besten findest, wie es sich für dich richtig anfühlt und genau so, wie es sich am besten auf dein Gemüt auswirkt.

Zeit gewinnen – so schaffst du es

Wenn du klar und deutlich definiert hast, was du liebst und wie du deine freie Zeit am liebsten verbringen möchtest, weißt du auch ganz deutlich, wie du das anstellen kannst.

Wenn es dir beispielsweise wie mir geht, dann sieht das wie folgt aus: Ich liebe meinen Mann, ich liebe meinen Sohn und ich liebe meine Arbeit. Ich liebe es, in meiner Freizeit Dinge zu tun, bei denen ich Zeit mit meiner Familie verbringen kann. Ich liebe es aber auch, mich weiterzubilden, Neues auszuprobieren und Dinge zu lernen. Ich versuche, Dinge, die ich liebe, zu kombinieren. Zeit mit meiner Familie zu verbringen und gleichzeitig auch etwas dafür zu tun, um mich beruflich weiterzuentwickeln. Wer beispielsweise Auto fahren muss oder Beifahrer ist, um mit seiner Familie von A nach B zu kommen für einen schönen Tag im Zoo, der kann diese freie Zeit beim Fahren dafür nutzen, um über Strategien und Ziele nachzudenken. Schau dabei aus dem Fenster und lass deine Gedanken schweifen – sie bringen dich in der Regel genau dorthin, wo du richtig bist.

Wenn ich mit meinem Mann Federball spiele und dabei lache und quatsche, habe ich parallel im Kopf dennoch Zeit für mich, um darüber nachzudenken, wie ich den morgigen Tag strukturiere und meine Woche starten will.

Wenn mein Sohn im Garten spielt und ich einfach nur bei ihm sein möchte, kann ich entweder auf der Coach im Garten liegen und den Vögeln zuhören und die Wolken beobachten oder ich liege auf der Couch im Garten, höre den Vögeln zu und lese gleichzeitig am iPad noch ein paar Blogs, für die nächste Woche keine Zeit wäre. Warum also nicht die freie Zeit nutzen?

Gedanklich vorausplanen ist effizient

Es gibt kaum eine Situation, in der ich nicht versuche, sie bestmöglich zu nutzen. Ich kann noch nicht mal eine Fernseh- oder DVD-Serie schauen, ohne dabei zu überlegen, wie ich die gewonnenen Inhalte beruflich nutzen könnte. Unterhalte ich mich mit meiner Familie oder mit meinen Schwiegereltern, dann ist das unterhaltsam, interessant und sehr schön. Auf dem Weg ins Hotel lasse ich die Gespräche Revue passieren und überlege mir, was ich daraus mitnehmen kann und teilweise lassen sich Kleinigkeiten auch auf das Berufsleben übertragen. Ohne, dass sie es wissen, konnten sie Impulse liefern, die gut für mich sind. Ohne, dass es jemand mitbekommt, bin ich einen Schritt weiter.

Es ist nicht nötig, alles aufzuschreiben, alles zu sortieren, zu ordnen und zu strukturieren. Effizienz heißt nicht, dass man sich vor lauter Plänen und Notizen verzetteln soll. Es heißt, dass man effizient mit seiner Zeit umgeht. Wenn ich also in Situation A gleichzeitig auch noch daran arbeite, über andere Dinge nachzudenken oder freie Zeit dafür nutze, um zu lesen, zu grübeln, mich weiterzubilden – dann bringt mich das effektiv gesehen einen weiteren Schritt vorwärts und ich spare Zeit, die ich fürs Bloggen nutzen kann.

Wenn ich unterwegs bin und effektiv gesehen gar nichts machen kann außer gucken, lesen oder schweigen … was tue ich dann wohl am besten? Lesen und denken – planen und im Kopf strukturieren. Wenn ich dann nach Hause komme, weiß ich direkt, womit ich starte, ich weiß, worüber ich schreibe und ich weiß, wie ich anfange. Ich brauche keine einzige Minute mehr damit verbringen, zu planen, was ich machen möchte – das spart Zeit, die ich wiederum fürs Bloggen und auch Networken einsetzen kann.

Das ist mein Geheimnis, um für mein Empfinden genügend Zeit fürs Networken und auch Bloggen zu besitzen und auch gleichzeitig Zeit für den Haushalt, für meine Familie und Dinge, die ich liebe. Ich arbeite parallel an mir selbst, denke über mein Leben nach, meine Eigenschaften, meine Arbeit und alles, was damit zusammenhängt. Ich starte, wenn ich am Rechner sitze, niemals kopflos oder planlos in eine Aufgabe – ich hatte vorher ja bereits unendlich viel Zeit, um mir über alles klar zu werden und alles zu planen. Ich beginne damit nicht erst am Rechner, sondern immer dann, wenn es mein Gefühl zulässt. Und wenn wir uns unseren Tag vor Augen führen, dann ist das sehr, sehr oft – und niemand bekommt es mit, niemand fühlt sich gestört und niemand wird vernachlässigt.

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